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Bonny Light Horseman Bonny Light Horseman


37d03d Records/Cargo (VÖ: 24.1.)

Bei diesem Bandnamen kommen wir – zumindest für einen Moment – nicht umhin, an Will Oldham zu denken, der auf seinem jüngsten Bonnie-„Prince“-Billy-Album ja als frisch inspirierter Horseman auftritt. Das Debüt dieses Trios hier kommt Oldham aber auch in Haltungsfragen nahe, es widmet sich einer intensivierten, zeitgemäßen Wiederentdeckung von Traditionen.

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Sängerin und Songwriterin Anaïs Mitchell, Alleskönner Eric D. Johnson (Fruit Bats) und Produzent und Multiinstrumentalist Josh Kaufman (bekannt für seine Arbeit mit The War On Drugs und The National) stellten sich hier einer Aufgabe von transatlantischen Dimensionen, sie interpretieren jahrhundertealte Songs von den britischen Inseln aus einer amerikanischen Folk-Perspektive. Und nahmen den überwiegenden Teil davon im Rahmen einer einwöchigen Künstlerresidenz im Berliner Funkhaus auf, zu der sie Justin Vernon und die Dessner-Brüder eingeladen hatten.

Das mögen ein paar Namen, ein paar Eckpunkte zu viel sein, die Musik des Trios aber ist nichts als die Feier der Schönheit, oft auf den Kern, den Gesang und ein, höchstens zwei Instrumente reduziert – Gitarre, Bass, Keyboard oder ein Saxofon treten in den Song. Musik als heilendes Pflästerchen auf die Wunden der Zivilisation geklebt. Der Atem der alten Welt im Sound der neuen Welt.


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