Charlotte Brandi The Magician


PIAS/Rough Trade (VÖ: 15.2.)

Das Wundervolle an Charlotte Brandi ist ja: Wenn sie mit der Haltung einer Ballettlehrerin auf der Bühne steht, blass und schick, und zwischen zwei Songs ein paar knappe Worte ans Publikum richtet, dann hört man noch ein bisschen, dass sie aus dem Ruhrgebiet kommt.

Dieser hübsche Widerspruch, dieses Nebeneinander von Anmut und Lakonie, zeigt sich auf THE MAGICIAN, Brandis erstem Soloalbum nach dem Ende ihres Duos Me And My Drummer, in Nuancen, dafür aber umso wirkungsvoller: „She takes a breathYou heard that’s what people do“ singt sie in der Single „Two Rows“, die wie ein in der Schublade vergessener- Blue-Eyed-Soul-Standard klingt. Obwohl Brandi Pop gern klassisch und groß denkt, machen ihre Solosongs immer kurz vorm Pomp kehrt.

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„A Sting“ ist noch nahe dran am luftdurchlässigen Breitwandpop ihrer Ex-Band, sonst hat Brandi den Synthiesound gegen eine wohlige, analoge Weichzeichnerhaftigkeit getauscht, gegen uh-hu-huende Frauenchöre, Streicher, Holzbläser und Klavier. Über Me And My Drummer sagte man, sie seien die Berliner Beach House; wenn Brandi nun in „Aliferous“ ihre Stimme entrückt in die Höhe schraubt, ist sie näher an Kate Bush als an Victoria Legrand. 

Kooperation

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