Do Make Say Think Stubborn Persistent Illusions


Constellation/Cargo (VÖ: 19.5.)

So viel Zeit ließen Do Make Say Think noch nie zwischen zwei Alben verstreichen. Acht Jahre liegt es zurück, dass die Kanadier OTHER TRUTHS mit seinen vier episch langen Tracks veröffentlichten. Auch nach dieser langen Zeit ist die Band aus Toronto noch im Postrock beheimatet, aber es existieren große Unterschiede zu anderen Genre-Vertretern wie Godspeed You! Black Emperor, in deren Fahrwasser sie groß wurden, oder Tortoise. Die Kernmitglieder Ohad Benchetrit und Charles Spearin, beide Teil des offenen Projektes Broken Social Scene, sind unberechenbar und verfügen über ein gewaltiges musikalisches Spektrum.

Auch auf STUBBORN PERSISTENT ILLUSIONS verweigern sie sich nicht dem Laut-Leise-Spiel mit seinen Dynamiken, im furiosen Eröffnungsstück „War On Torpor“ vollführen sie es leidenschaftlich. Do Make Say Think machen daraus aber kein Dogma und mit dem eigentlich dazugehörigen Pathos, dieser ganzen feierlichen Aufgeblasenheit, haben sie es trotz Streichern auch nicht so. Da schieben die Instrumentalmusiker lieber schiefen Jazz („Horripilation“) dazwischen, dem aber die akademische Ernsthaftigkeit völlig abgeht. Im Kern bleibt STUBBORN PERSISTENT ILLUSIONS (der Titel ist einem Satz von Albert Einstein entnommen) mit seinen neun kompakten Tracks ein post-rockendes Gitarrenalbum. Allerdings eines mit wilden Ausschlägen zu allen Seiten, die von Ambient zu Elektronik reichen.


GIFs in WhatsApp: So erstellt, findet und verschickt Ihr sie Schritt für Schritt
Weiterlesen