Elder & Kadavar Eldovar: A Story Of Darkness & Light


Robotor/Rough Trade (VÖ: 3.12.)

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Gäbe es Tinder für Bands, es wäre nicht ganz unwahrscheinlich, dass das Berliner Trio Kadavar mit dem US-Quartett Elder matchen würde. Beide Bands haben ein Faible für die Siebziger, beide wären ohne Progressive/Psychedelic Rock und frühen Heavy Metal nicht denkbar, beide mögen es anachronistisch mit langem wallendem Haar und Bärten.

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Wie gut, dass sich Kadavar und Elder auch so über den Weg gelaufen sind − und zwar in Berlin, wo Elder inzwischen ebenfalls zu Hause sind. Herausgekommen sind bei dieser Begegnung das neue Kollabo-Projekt Eldovar und das Album A STORY OF DARKNESS & LIGHT, das allen Progrock-Lovern sehr viel Freude bereiten dürfte. Sieben perfekt durchkomponierte und produzierte Stücke sind darauf zu hören, besonders hübsch wird es, wenn die Songs immer wieder Kehrtwenden vollziehen wie das epische „Blood Moon Light“ oder auch „In The Way“, das als Folk-/Songwriter-Stück beginnt, dann zum Classic Rock übergeht und schließlich mit einer repetitiven Progoper-Passage endet.

Daneben stehen das balladeske „El Matador“ mit seinem eingängigen, fast radiokompatiblen Refrain und das abschließende, überraschende Piano-Stück „Cherry Trees“. Späte Pink Floyd, Led Zeppelin, gelegentlich auch Hawkwind kommen einem als Referenzen in den Sinn, aber A STORY OF DARKNESS & LIGHT ist stark genug, um als eigenständiges, für sich stehendes Album zweier Bands zu stehen, die offenbar das perfekte Match bilden.


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