Mastodon :: The Hunter

Reprise/Warner

Die einzige Metalband der Gegenwart, auf die sich alle einigen können – zu Recht

Ein Promofilmchen zu Mastodons neuer Platte zeigt Künstler AJ Fosik bei der Arbeit am Schädel des Monsterelchs, der das Albumcover ziert. Mit Feilen, Stichsägen und Bohrern bearbeitet Fosik Holzstücke bis daraus die irrwitzige Skulptur mit den vier Kiefern entsteht. Mit ähnlichem handwerklichem Geschick formen auch Mastodon ihre Songs, schichten Gitarrenriff über Gitarrenriff, legen Schlagzeuggewitter darüber und springen von einem Break zum nächsten – für weniger begabte Bands eine unerreichbare technische Meisterleistung. Für Mastodon ein Tritt auf die Bremse: Verglichen mit dem Prog-Monster Crack The Skye wirkt The Hunter geradezu reduziert (nur zwei Stücke übersteigen die Fünf-Minuten-Marke). „Curl Of The Burl“ ist der Smashhit, der auf der Comeback-Platte von Alice In Chains fehlte, das kurze „Blasteroid“ klingt mit seinen vorauseilenden Drums und den darüberstaksenden Gitarrenläufen nach At The Drive-In. Mastodon klingen inspirierter und müheloser als jede andere Metalband der Gegenwart.

Key Tracks: „Curl Of The Burl“, „The Octopus Has No Friends“

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