Miike Snow :: Happy To You

Das schwedisch-amerikanische Indie-Elektro-Trio mit einem selbstbewussten zweiten Auftritt

Ideen haben sie wirklich. Etwa die, eine Snare-Drum zu loopen, die wie die in einer Militärkapelle klingt. Sie wird dann mit ausgelassenem Pfeifen, einer Stimme wie der von Morten Harket und unwirschen Elektro-Anwandlungen verbunden. Ungewöhnliche Trommelsounds und Beats hört man zuhauf, entweder in Form von nachgeahmten Peitschenschlägen oder von schweren Tribal-Hieben wie bei Kate Bush oder Peter Gabriel. Blasmusik-Effekte kommen vor, auch der Vocoder-Gesang von Nu Shooz. Miike Snow haben bestimmt unzählige Geräusche auf der Festplatte gespeichert, aber sie sind bei aller Bastelei auch daran interessiert, dass es am Ende Popmusik bleibt. Ein sicherer Nachfolgekandidat für den Hit „Animal“ ist „Paddling Out“ mit einer sehr einprägsam aufgesagten Titelzeile. Auch „Archipelago“ hat Chancen, häufig gehört zu werden. Man versteht auf jeden Fall, dass die beiden Kerle von Bloodshy & Avant zu zwei Dritteln hinter dieser Band stehen. Sie haben schon Britney Spears mit dem besten und ungewöhnlichsten Track ihrer Karriere versorgt („Toxic“ – falls es da Zweifel gibt). Auch hier präsentieren sie sich wie echte Think-Tanks, die wissen, was man tun muss, damit es sich etwas außer der Reihe anhört.

Key Tracks: „Bavarian #1 (Say You Will)“, „Paddling Out“, „Black Tin Box“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.