Starcrawler Starcrawler


Rough Trade/Beggars/Indigo

 

Die Sängerin heißt Arrow De Wilde, der Gitarrist Henri Cash. Die Homebase ist L.A., das Viertel Echo Park. Das alles klingt nach Rock’n’Roll – und so was tut gut in einer Welt, in der die Hälfte aller Bands in ihrem Namen auf Konsonanten (nicht: VOKALE?!) verzichtet, um besser über Google gefunden zu werden.

Bei Starcrawler ist jedes „a“ und „e“ am richtigen Platz. Die Songs heißen „I Love LA“, „Chicken Woman“ oder „Pussy Tower“, die Sängerin gibt live mal die Irre im weißen Kittel, mal erscheint sie ganz in Schwarz mit riesiger Kreuzkette. Starcrawler spielen Rockmusik aus einer prä-digitalen Welt, in der Provozieren Spaß machte, weil sich die Leute ernsthaft darüber aufregten – und sei es Tipper Gore und ihr Parental-Advisory-Verein.

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Die Welt ist heute eine andere, deshalb wirken Starcrawler wie aus der Zeit gefallen. Aber: Der Punk’n’Glamrock macht Laune, in den besten Momenten klingen die Songs, als hätten die Cramps mit Joan Jett im Schlepptau die B-52’s im Proberaum überfallen. Die Riffs sitzen, nur ein paar mehr zündende Melodien wären wichtig.

 

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