The Asteroids Galaxy Tour :: Out Of Frequency

Die Dänen recyclen auf ihrem zweiten Album den 60s-Retro-Sound ihres ersten.

Ach, „Indie“ kann ja so vieles sein. Zum Beispiel Fruit, das Debütalbum von The Asteroids Galaxy Tour aus dem Jahr 2009. Da trafen 60s-Psychedelia, Soul-Bläser, funky Rhythmik und die Quäkstimme von Mette Lindberg zusammen und ergaben ein durchaus okayes Album. Zu dieser Pop-Musik – vor allem zu der Karnevals-Single „Around The Bend“ – hatte man eine Saison lang tanzen können. Dass die Dänen ihre Karriere auf corporate sponsoring aufgebaut haben („Around The Bend“ und „The Golden Age“ liefen als Werbespotuntermalungsmusiken), störte nicht weiter, das macht ja heutzutage jeder, weil mit dem Verkauf von Musik kein Geld mehr zu verdienen ist. Das zweite Album Out Of Frequency bietet vor allem eins, mehr von allem: mehr Songs (14 statt 11), mehr Cheesyness auf dem Coverartwork, mehr crazy Bläser, mehr Psychedelia, mehr Synthesizer, mehr Aufnahmespuren, die randvoll gemacht werden wollen, mehr Gequäke von Mette Lindberg, mehr sexuell aufgeladene Niedlichkeit. Das darf man dann ruhig Retromania zweiter Ordnung nennen, wenn eine 60s-Revival-Band ihren 2009er-Sound recyclet.

Key Tracks: „Heart Attack“, „Mafia“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.