Those Dancing Days :: Daydreams And Nightmares

Wichita/Coop/Universal

Indie Pop: Geblieben sind die langen Haare, teilerneuert ist der Sound: Auf ihrem zweiten Album schmeißen die fünf Schwedinnen einen deutlich flotteren Riemen auf die Orgel.

Bisher war das Geschäftsmodell der fünf Schwedinnen denkbar einfach: einfach mal kurz den Plattenschrank der Eltern durchstöbern, ein paar gefällige Sachen rausziehen, die Sounds einmal kurz durchkämmen – und fertig ist die Laube. Der Instant-Soulpop, den Those Dancing Days, inspiriert von den Supremes, den Shangri-Las und ________ (hier bitte einen dritten Namen droppen) auf ihrem Debütalbum In Our Space Hero Suits spielten, war so qietschig-beschwingt wie jugendlich ungestüm, machte aber, inmitten einer Europalette Handclaps, nicht lange satt. Mit Daydreams And Nightmares werfen Those Dancing Days nun einen deutlich flotteren Riemen auf die Orgel. Album Nummer zwei der Band aus dem Stockholmer Vorort Nacka hat mehr Biest als Beauty intus, die Skandinavierinnen lassen auch schon mal den einen oder anderen Rock-Ballon aufsteigen. Exemplarisch dafür höre man das schön zornige „Fuckarias“ – und wer wissen will, in welche Richtungen man dazu seine Haare schütteln kann, schaue dazu auf YouTube den entsprechenden Clip an. Alles ohne Windmaschine, alles echt, alles Those Dancing Days. Mittanzen ist eine vornehme Pflicht.

… Trail of Dead