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Blackout Tuesday
Highlight: 30 Jahre The Cures „DISINTEGRATION“: The Dark Side Of The Mood

Tim Burgess I Love The New Sky


Bella Union/PIAS/Rough Trade (VÖ: 22.5.)

Tim Burgess liebt den Pop, liebt die Zitate. „Empathy For The Devil“, Vorabsingle seines fünften Solo-Albums, leiht sich den Titel bei den Stones, die Eingangsakkorde bei „Boys Don’t Cry“ von The Cure, den verspielten und vielschichtigen Aufbau bei 10cc. Das Stück ist ein Meisterwerk für Liebhaber – und steht dem gesamten Album in nichts nach.

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Wer von Burgess’ alter Band The Charlatans nur „The Only One I Know“ kennt und Britpop nur für eine hypegeschwängerte Anekdote aus den 90ern hält, wird sich beim Hören von I LOVE THE NEW SKY fragen, was das alles soll: Warum tut dieser wenig kunstvoll blondierte Pilzkopf so, als würde er die Beatles und Pink Floyd kombinieren können? Warum klingt seine Stimme nach einer Überdosis Nasentropfen, warum dauern die meisten dieser Songs länger als vier Minuten?

Wer dagegen zu Hause dutzendweise Platten von The Divine Comedy, The Cleaners From Venus, Kevin Ayers oder eben auch 10cc herumstehen hat, für den sind diese Fragen kein Thema. Tim Burgess, der hier zum ersten Mal ohne Gastsongwriter auskommt, hat sich im Laufe seines Lebens einen gigantischen Popkosmos erobert, und diesen leuchtet er nun aus, natürlich sehr englisch, will heißen: egozentrisch.

Burgess besingt „The Warhol Me“ und das „Sweet Old Sorry Me“, ein paar Songs versacken in der Abenteuerlust, andere erstrahlen in wunderbaren Farben, zum Beispiel die Baroque-Pop-Schönheit „Lucky Creatures“, die nebenbei so leichtfüßig groovt wie die Charlatans in ihrer besten Phase Mitte der 90er-Jahre.

I LOVE THE NEW SKY im Stream hören:


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