Rotoskop

Elektro-Indie Rock aus Essen mit prominenten Gästen

Die Musik: Abstrakte Sample-Mosaike und düstere Elektronik-Flächen sind selten so gelungen mit Indie-Rock zusammengeführt worden wie auf Revolution:Lost. Spielerisch und doch mit großem künstlerischen Ernst bedient sich Rotoskop bei Grooves von LL Cool J („Something Special“), sampelt Radiohead („Paging Dr. Strong“) und zerhackt bei „Mobile Homes“ die Stimme von Tori Amos bis zur Unkenntlichkeit. Für die zehn der 15 Songs, die mit Vocals veredelt wurden, konnte der Essener unter anderen Dave Woodward von der Experimental Pop Band, Foetus und Philip Boa gewinnen, der hier erstmals im Elektronik-Kontext zu hören ist. Digitale Klänge und analoge Instrumente sind hier mit einer Souveränität mit Stimmen gekoppelt worden, die für ein Debüt-Album außergewöhnlich ist.

Der Künstler: Der Computerexperte Klaus Grätzel (37) aus Essen beschäftigt sich seit 1988 mit Musik. Unter dem Namen Killerloop gewann er einen Nachwuchswettbewerb und bastelte Remixe für Blackmail. Auf sein Rotoskop-Debüt folgt womöglich ein Soundtrack für einen Indie-Vampir-Splatter-Film. Rotoskop revolution:lost (Nois-o-lution/Indiqo)

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