Scott McKenzie hat mein Leben verändert

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Meine musikalische Sozialisation? Um diese Frage zu beantworten bedurfte es schon einiges an Gedächtnisleistung meinerseits, waren es über die Jahre doch so viele Künstler und Musikstücke, die mich in irgendeiner Art und Weise berührt und geprägt haben. Und doch gab es da einen Song, der mich schließlich in eine ganz bestimmte Musikrichtung lenken sollte.

Es muss im Jahr 1995 gewesen sein, als ich das erste Mal den Film „Forrest Gump“ gesehen habe. Begeistert hat mich dabei nicht nur Tom Hanks in einer seiner Paraderollen, sondern vor allem auch die Musik, die im Hintergrund lief. Das waren unter anderem The Byrds, Simon & Garfunkel, The Mamas and the Papas – ja, und natürlich Scott McKenzie mit der ultimativen Hippie-Hymne „San Francisco (Be Sure To Wear Flowers In Your Hair)“. Im Film wird der Song gespielt, als Soldat Forrest eben in jener Stadt weilt und dort seiner Kindheitsfreundin und großen Liebe Jenny wieder begegnet. Sicherlich hatte ich das Lied schon vorher das ein oder andere Mal im Radio gehört, aber in diesem Moment, als es als Hintergrundgestaltung für das Hippie-Mekka in San Francisco fungierte, da packte es mich zum ersten Mal wirklich.

„If you’re going to San Francisco be sure to wear some flowers in your hair, if you’re going to San Francisco, you’re gonna meet some gentle people there“ – einfache Melodie, einfacher Text im Kontext der Blumenkinder-Bewegung, und doch lässt mich der Song bis heute nicht los, vor allem weil diese Zeilen für mich auch immer noch etwas Melancholisch-Sehnsuchtsvolles haben, was ich immer noch packend finde.

Damals jedenfalls, als knapp 12-jährige, besorgte ich mir zunächst einmal den Soundtrack zu „Forrest Gump“, den ich bis heute großartig finde, vereint er doch eine Vielzahl der typischen 70er Jahre Bands.  Das Album inspirierte mich schließlich dazu, mich noch mehr für Bands wie The Grateful Dead, die Beach Boys und Simon & Garfunkel, die Hippie-Bewegung inklusive Woodstock und die 70er Jahre im Allgemeinen zu interessieren. Für den naiven Blick eines Teenagers war dies eine magische Zeit für mich, und oft genug ärgerte ich mich darüber im falschen Jahrzehnt geboren zu sein.



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