Toggle menu

musikexpress

Suche

Sean Christopher veröffentlicht das wohl „schönste” Musikvideo über die Flüchtlingskrise

von

Sean Christopher hat ein neues Musikvideo zu seinem Song „Paper Plane Pilot” veröffentlicht. Der Newcomer aus Bristol schrieb den Song nachdem er einen Freund in Südfrankreich besuchte. Laut Christopher geht es in „Paper Plane Pilot” darum, sich frei zu fühlen, ohne sich der rasanten Umgebung bewusst zu sein, in der wir gerade leben und um eine gewisse Nostalgie für die Weltanschauung eines Kindes.

Genau darum geht es auch im dazugehörigen Musikvideo, das wohl das „schönste” Musikvideo über die Flüchtlingskrise ist. Liebevoll gestaltet, befasst sich das Video mit der Flüchtlingsthematik und dem Freiheitsgedanken aus der Sicht eines Kindes, ohne kitschig zu werden.

Das Video zeigt einen Jungen aus Pappmaché, der in einem Flüchtlingscamp lebt und mit seinem Papierflugzeug dem Alltag entflieht – bis er schließlich mit einem anderen Kind am Meer spielen kann. „I see Paper plane Pilot as an ode to youth. What connects us as human beings, is our imagination. Children seem to understand that better than we do. Let’s tell the story of a child who lives in a refugee camp, limited by a concept of grown ups, finding freedom in his imagination and openness to the world”.

Auch Radiohead, M.I.A. und Kettcar drehten Videos zur Flüchtlingskrise

Auch andere Künstler haben sich bei ihren Musikvideos am schwierigen Thema der Flüchtlingskrise versucht. Radiohead zum Beispiel veröffentlichten im Mai 2016 ihr Musikvideo zu „Burn The Witch”. In einem Interview mit „Billboard“ sprach Virpi Kettu, die hinter dem Clip steckt, über die Bedeutung des Musikvideos. Es ziele vor allem auf die aktuelle Flüchtlingskrise ab, da „viele Menschen verantwortlich gemacht werden, wie zum Beispiel die Muslime“, sagte sie. Die allgemeine Stimmung könnte zu einer „Verbrennt die Hexe“-Mentalität führen, wie im Video.

Nach fünf Jahren Pause, kamen Kettcar dieses Jahr mit dem Song „Sommer ’89” zurück. Vordergründig geht es um einen jungen Aktivisten, der Wochen vorm Mauerfall sächsischen Familien bei der Flucht in den Westen hilft. Hintergründig geht es aber um die ganz grundsätzliche Aussage, die Schriftsteller Benedict Wells so zusammenfasst: „Gut, dass es immer schon Menschen gab, die anderen Menschen einfach halfen – und erst danach darüber diskutierten.“

Zäune, so hoch wie mehrstöckige Häuser, an denen sich Menschen empor hieven. Boote, so voll mit Leibern, dass man kaum noch einzelne Personen in der Masse erkennen kann. Mit diesen Szenen ihres Musikvideos „Border” thematisierte auch M.I.A. eindrucksvoll die Flüchtlingskrise und stellt die richtigen Fragen. Die 40-jährige Rapperin mit Wurzeln in Sri Lanka zeigte schlicht auf, was für Themen in unserer Gesellschaft angeblich wichtig sind. Die Rede war von „Being Baes“, Kim Kardashians „Breaking the Internet“-Hype und Smartphone-Sucht.

Auf den Inseln des Mittelmeers spielen sich bizarre Szenen ab, wenn Urlauber und Flüchtlinge aufeinander treffen. Die einen reisen zur Erholung an den Strand, die anderen kämpfen dort um das nackte Überleben. Fatoni & Dexter hatten diesem Kontrast ein Musikvideo gewidmet.

mehr: ,
nächster Artikel
voriger Artikel

Das Heft

Jetzt den Newsletter abonnieren!

Jede Woche neu: alle Nachrichten, Liveberichte, Gewinnspiele, Rezensionen, Videos, Charts, Listen und mehr!

Bitte lies dazu unsere Datenschutzhinweise
Share
teilen
teilen
twittern
teilen
mailen