Sir Mantis verteilt Ansagen an die misogyne Rap-Szene – „Florist“ (Musikvideo)

Der Rapper und Produzent veröffentlicht dieses Jahr sein Debütalbum 180 GRAD, auf dem es auch Zeilen gegen das deutsche Spießbürgertum und gegen die Kirche geben wird.

„Wenn du über Samen labern willst, werd‘ doch Florist.“ Mit dieser humorvoll pointierten und zugleich kampflustigen Ansage wendet sich Sir Mantis an Machos und Sexisten im Deutschrap. Auch wenn sich durch die Arbeit vieler mutiger Rapper*innen aus der LGBTQ+- und der FLINTA-Community oder Projekte wie das All-Female Label 356xx das Bild von Deutschrap mittlerweile diverser gestaltet, gibt es immer noch männerdominierte Bereiche, in denen Begriffe wie „F*tze“ und „H*re“ weiterhin zum „guten“ Ton gehören. Für den Rapper, Produzenten und queeren Transmann Sir Mantis ist der feministische Kampf im HipHop deshalb noch lange nicht vorbei. In „Florist“ serviert er kluge Punches sowie eindrucksvolle Doubletime-Passagen auf einem selbst produzierten Beat, der scheppert und die aggressive Grundstimmung des Songs unterstreicht.

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Sir Mantis kündigt Debütalbum an

„Florist“ ist ein Vorbote zu Sir Mantis’ erstem Album 180 GRAD, das dieses Jahr erscheinen soll. Auf der Platte soll es Zeilen gegen das Patriarchat, das deutsche Spießbürgertum, besorgte Bürger*innen und gegen die Kirche geben. Neben sozialkritischen und satirischen Tönen, soll es allerdings auch sehr ernst und persönlich werden. Zu der Kraft der Satire sagt der Musiker: „Ich bin zwar auch bei satirischen Liedern verletzlich, empowere mich aber selbst, indem ich über den Dingen stehe – zumindest mit einem Bein.“

Das Album 180 GRAD erscheint am 26. August 2022 über das Berliner Label Springstoff.

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