Highlight: Serien wie „13 Reasons Why“: Diese Serien erzählen von Außenseitern und sozialem Druck

So long, Litchfield: „Orange Is The New Black“ endet nach Staffel 7

Abschiede sind immer schwer, die von lieb gewonnenen Serien aber ganz besonders. Über Jahre hinweg haben Fans von „Orange Is The New Black“ (OITNB) die Irrungen und Wirrungen von Piper, Alex und Co. beobachtetet, jetzt ist offiziell bekanntgegeben worden, dass die 7. Staffel der Serie auch ihre letzte sein wird.

Für viele dürfte das nicht überraschend kommen: Die 6. Staffel endete damit, dass Piper Chapman (Taylor Schilling) das Gefängnis als freie Frau verlässt, ein eindeutiges Indiz dafür, dass auch die Zuschauer bald dieses, nicht immer heimelige, Serienuniversum verlassen müssen.

Die Mitteilung vom baldigen Ende erfolgte via Twitter:

„Orange Is The New Black“ ist an Piper Kermans Buch mit dem gleichen Namen angelehnt. Sie wurde 1998 für Drogen- und Geldschmuggel zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und saß 13 Monate in Haft. Die Serie wich im Laufe der Staffeln aber immer mehr von der Buchvorlage ab.

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Produzentin und Regisseurin der Serie ist Jenji Kohan, die unter anderem auch die Serie „Weeds“ schrieb und produzierte. Tatsächlich erkennt man in beiden Serien starke Parallelen, seien es nun der Wortwitz, die mittelmäßige 5. Staffel oder die Mischung aus Tragik und Situationskomik.

„OITNB“ ist außerdem ein Vorreiter in Punkto Diversität: Minderheiten wurden nie an den Rand gedrängt, sondern bilden einen großen Teil der Charaktere und des Casts. Speziell die Palette der abgebildeten Nischen im LGBTQ-Spektrum ist beeindruckend und wird in dieser Form vielleicht nur noch von „Transparent“ erreicht.

„Orange Is The New Black“ wurde 16-mal für einen Emmy nominiert. Die Show zählt zu den meistgestreamten Serien auf Netflix. Laverne Cox, die die Rolle der Sophia Burset spielt, war die erste Transgender-Person, die für einen Primetime Emmy Award in einer Schauspielkategorie nominiert wurde. „Orange Is The New Black“ ist außerdem die erste Serie, die Emmy-Nominierungen sowohl in der Drama- als auch der Komödienkategorie erhielt.

Vermutlich ist es auch die erste Serie, in der Tampon-Sandwichs einem genauso den Magen umdrehen, wie die plötzlich und unvermittelt hereinbrechende Polizeigewalt gegen Farbige. Man fiebert mit den Insassen mit, sei es nun bei der Jagd auf ein mysteriöses Huhn oder den ersten tapsigen Momenten in Freiheit. „OITNB“ ist dabei neben allem Witz auch grausam konsequent: Wirkliche Happy Ends gibt es selten und oft nicht für die Leute, die es am meisten verdient hätten.

Mögen die Seriengötter gnädig sein und Alex, Piper und Co. (aber bitte nicht Larry) ein würdiges Ende gewähren.

Für alle, die jetzt einen Kloß im Hals verspüren, hier noch ein besonderes Kleinod:


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