Stähle für die Freiheit: Nelson Mandela als Skulptur

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Genau 50 Jahre ist es her, dass Nelson Mandela in Howick, 90 km südlich von Durban, während einer Autofahrt verhaftet wurde. Zunächst zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wegen illegaler Auslandsreisen und Streikaufruf, zwei Jahre später zu lebenslanger Haft wegen Sabotage und Planung des bewaffneten Kampfes. 27 Jahre verbrachte der Freiheitskämpfer und spätere erste schwarze Präsident Südafrikas im Gefängnis. Zu Ehren Madibas, Mandelas traditioneller Clanname, der in Südafrika gebraucht wird, wurde nun eine Skulptur des Johannesburger Künstler Marco Cianfanelli eingeweiht.

Genau an dem Ort, an dem Mandela verhaftet wurde, ragen 50 Stählen in die Luft, die seine Zeit im Gefängnis symbolisieren und die von einer bestimmten Perspektive betrachtet, sein Porträt formen.

„Die Skulptur repräsentiert die Dynamik, die losgetreten wurde durch die Verhaftung Mandelas“, erklärt Cianfanelli. „Die 50 Stählen repräsentieren die 50 Jahre seit seiner Festnahme, versinnbildlichen aber auch die Idee der Solidarität, in der viele erst ein Ganzes formen. Und auch die Ironie, dass seine Inhaftierung erst seinen Status als Ikone des Freiheitskampfes zementiert hat, was wiederum die Grundlage für den Widerstand, die Solidarität und die Aufstände war, die schließlich zum Ende der Apartheid und zur Demokratie führten, stecken in der verankerten Skulptur.“ 



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