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Stephen Malkmus & The Jicks: Besser als Pavement?

Stephen Malkmus hat es sich auf dem Sofa im Berliner Büro seiner Plattenfirma gemütlich gemacht. Er ist zufrieden, weil bereits alles für den großen Umzug vorbereitet ist. Malkmus zieht im August mit seiner Familie von Portland nach Berlin und will ein Jahr lang dort bleiben. Der Grund: Seine Frau ist eine in den USA recht bekannte freischaffende Künstlerin mit dem Schwerpunkt Keramik, die nun in Deutschland neue Kontakte knüpfen möchte. Der Gatte kann damit gut leben. „Es war schon eine Familienentscheidung, nach Berlin zu gehen, aber von meiner Frau ging die Initiative aus. Man findet in Europa leichter ein Studio, und das Angebot an Museen und Galerien ist auch reichhaltiger. Und ich kann bei der Gelegenheit die Stadt besser kennenlernen. Bisher habe ich ja nur Konzerthallen und Bars gesehen.“

Der letzte Besuch in einer dieser Konzerthallen liegt ein Jahr zurück. Damals spielten Pavement im Rahmen ihrer Reunion-Tour in der Berliner Columbia­halle. Weitere Aktivitäten dieser Art wird es aber nicht geben. „Es war von vornherein abgemacht, dass Pavement kein neues Album machen. Das würde sich nicht richtig anfühlen. Ich habe Reunion-Shows von den Sex Pistols und Stooges gesehen, die haben funktioniert. Auf Alben, die Bands nach einer Reunion veröffent­lichen, kann man dagegen getrost verzichten.“ Warum sollte Malkmus sich auch an etwas klammern, das vorbei ist?

Mit seiner eigenen Band The Jicks läuft es ja bestens, wie das neue Album Mirror Traffic deutlich macht. „Auf früheren Alben haben wir uns auch schon mal gehen lassen. Jetzt achten wir mehr auf die Qualität der Songs. Wir verirren uns nicht mehr so oft in Soli und Spielereien. Ganz klar: Was wir zurzeit machen, ist besser als alles von Pavement.“ Besonders ein Mann hat daran großen Anteil: Beck, der Produzent. Malkmus und er kannten sich vorher flüchtig, kamen zuletzt aber wieder in Kontakt und haben es einfach mal miteinander versucht. Ein Gipfeltreffen der Slacker. Das hätte auch schiefgehen können. Doch es funktionierte. „Ich bin schon ein ganz schöner Hänger, keine Frage. Aber Beck ist überhaupt nicht so. Er ist sehr professionell, macht seinen Job als Produzent gut und kümmert sich nebenbei auch noch um seine Familie. Es heißt ja oft, Beck sei etwas seltsam. Aber da haben sich einige wohl etwas zusammengedichtet.“



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