The Police – Zenyatta Mondatta

Nach der 80er-Marathon-Tour von The Police mussten dringend neue Songs her – seit der Sessions zu „Regatta De Blanc“ hatte Sting gerade mal einen einzigen zu Papier gebracht. In seinem neuen Zuhause im irischen Galway wandte sich der damals 28-Jährige beim Texten nun erstmalig „dem zu, was draußen vor sich ging – bis zu diesem Zeitpunkt war ich viel zu sehr an mir selber interessiert gewesen“. Der wütende, fast punkige Biss früherer oft von nervöser Überdrehtheit geprägter Kompositionen wie „Next To You“ oder „Truth Hits Everybody“ wich auf dem dritten Police-Album einer wesentlich vielschichtigeren, atmosphärischen Sounddichte. Während „Canary In A Coalmine“ und „Man In A Suitcase“ ihre Nähe zum Ska gar nicht erst leugnen mochten, gilt „Driven To Tears“ noch heute als Musterbeispiel dafür, wie man mit Hilfe kluger Tempiwechsel eine Spannungskurve aufbaut, während „When The World Is Running Down“ in seiner unbeschwerten Melodieverliebtheit deutlich geradliniger ausfiel.

Produzenten: The Police und Nigel Gray

Beste Tracks: „Man In A Suitcase“, „Don’t Stand So Close To Me“, „Driven To Tears“

Ist ja hochinteressant… Am 9. August 1980 um vier Uhr morgens waren die Aufnahmen zu „Zenyatta…“ im Kasten, abends um neun starteten The Police im belgischen Werchter bereits ihre nächste Welttournee.

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