The Stone Roses – The Stone Roses

Wenige Alben werden im britischen Pop als solche Heiligtümer gehandelt wie das Debüt der Stone Roses. Ende der 80er stand der britische Rock ein bisschen identitätslos in der Gegend herum, während die Insel im Dance-Fieber pulsierte – die vier hypercoolen Manchesteraner explodierten als die Band der Stunde in diese Stimmung hinein. Zwar enthält das Album keinen wirklichen Dance-Beat, aber die Kombination aus den subtilen Grooves von Bassist Gary Mounfield und Drummer Reni, den melodietrunkenen Gitarrenschwällen von John Squire und dem kühlen Gesang von Ian Brown (der schon in Songtiteln wie „I Am The Resurrection“ und „I Wanna Be Adored“ klarstellte, wer hier am Rohr war) zog Ecstasyselige Raver und die aufgelösten Smiths betrauernde Indie-Kids gleichermaßen in ihren Bann. Obwohl man in dem Album die Saat für den Mitte der 90er erblühenden Britpop sehen darf, klingt es noch heute so einzig- und seltsam andersartig wie damals. „The Stone Roses‘ simply sounds like the sun shining“, schrieb Bob Stanley in „Mojo“. Besser kann man es irgendwie nicht in Worte kleiden.

Produzent: John Leckie

Beste Tracks: „She Bangs The Drum“, „Waterfall“, „I Am The Resurrection“

Ist ja hochinteressant … Das Album entstand in den Battery Studios in Willesden, die bis dato auf Chartspop-Produktionen spezialisiert waren. Eine der Kundinnen war das singende Pin-up-Girl Samantha Fox, die auch während der Stone-Roses-Sessions dort abhing und für die Band Tee kochte. „Ian und Sam kamen prima miteinander aus“, erinnerte sich John Leckie.

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