The Strokes: Is This It

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Kaum zu glauben, mit welch geringen Mitteln das erste Über-Album, das hedonistische „nevermind“ der 00er Jahre zustande gekommen ist: süffigster Pop, geschickt nachlässig gekleidet in zerschlissene Converse-Turnschuhe und verwaschene T-Shirts, dabei aber so präzise gespielt wie ein Menuett von Mozart. Und ähnlich melodieselig. Freilich hat das Jahrzehnt keinen solchen Hype mehr erlebt, geschweige denn einen so gut begründeten, und im Fahrwasser dieses Albums sollten sich bald andere The-Bands tummeln wie Haie hinter einem Ozeandampfer. Gut, das Rumpelschlagzeug erinnerte dabei ebenso an The Velvet Underground wie die oft in den Hintergrund gemischte Stimme von Julian Casablancas. Klar, Retro-Garagenrock von reichen Jungs für reiche Jungs gab es schon vorher, aber noch nie klang er so auf den Punkt, so verführerisch, knackig und trocken. Hier gab es E-Gitarrensoli von 20 Sekunden, in denen alles gesagt war. Wie überhaupt „Ist This It“ gerade mal 35 Minuten brauchte, um sich in die Ewigkeit einzuschreiben.

ME 9/2001:

“ Den Strokes jedenfalls ist das Kunststück geglückt, Eingängigkeit und Anspruch zu verbinden.“

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