Top 5: Die besten Videos der Woche

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Mouse On Mars – Polaroyced
Ein bisschen erinnert das neue Video von Mouse An Mars tatsächlich an Aphex Twins bzw. Chris Cunninghams „Windowlicker“-Clip, was aber ja nicht die schlechteste Referenz ist. Ansonsten: kurze Jumpstyle-Einlagen, eine sabbernde Bulldogge und ein Spätnachmittag irgendwo in einem verschlafenen Eck von vielleicht Los Angeles wurden von Jan Bitzer, eigentlich Teil des Künstlerkollektivs Polynoid, klug zusammengesetzt.

Breton – Interference
Der Blick in den sogenannten ungeschminkten Alltag scheint bei jungen britischen Bands gerade recht beliebt zu sein. Breton zeigen – nun ja, in erster Linie den Stiernacken eines jungen Mannes. Bei der morgendlichen Körperpflege, beim Autofahren und beim Erledigen seiner eher halbseidenen Geschäfte, bei einer Pause in einem gastronomischen Betrieb, beim Telefonieren, mit den Kindern.

Doctorella – Liebe Stadt
„Ich bin dein bunter Vogel, trage prächtiges Gefieder“, anschließend reimt sich „Tabu“ auf „roter Schuh“. Doctorella haben eine ziemlich eigene Art zu texten, die aber gut zu der  recht eingängigen Melodie von „Liebe Stadt“ passt. Das Video fungiert da weniger als eigene Geschichte, als als klassische Unterstützung. Die Band drischt in die Instrumente, ab und zu wird auf die Rückbank eines Wagens geschaltet, wo Piccolöchen geleert werden. Schön!

Bowerbirds – Tuck The Darkness In
Über weite Strecken von „Tuck The Darkness In“ hat man den Eindruck, dass der jugendliche Hauptdarsteller vor allem damit beschäftigt ist, seine neue Mütze herzuzeigen. Aber eigentlich geht es um nicht weniger als das Überleben der Welt, was den Protagonisten ab Minute drei zu nicht unbedingt empfehlenswerten Handlungsweisen antreibt.  Dass die Bowerbirds eine hervorragende Band sind, deren neues Album „The Clearing“ soeben erschienen ist, sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

Sleeping Policemen – High Skies
Was man weiß, wenn man das Video zu „High Skies“ betrachtet hat: Es gibt offenbar ein Memory-Spiel, bei dem die Karten Form und Oprik belegter Toastbrotscheiben haben. Was sonst noch festzustellen ist: Die Hamburger illustrieren den rumpeligen, aber zauberhaften Indiepopsong mit allerhand Kram und einem Treffen im Wald, bei dem es unter anderem Schnaps gibt.

 


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