Ultravox! – Ha! Ha! Ha!

Sänger John Foxx wuchs mit Kirchenmusik auf, aber die deutlichsten Einflüsse der 1974 gegründeten Londoner Band kamen von Bowie, Roxy Music und Kraftwerk. Nur acht Monate nach dem (von Brian Eno produzierten) Debüt erschienen, ist Platte zwei knapp 34 Minuten lang. In einer vernünftigen Geschwindigkeit gespielt, hätte sie aber kaum auf ein Doppelalbum gepasst. Foxx‘ obskure Poesie über Entfremdung, Sex, Angst, Gewalt und Nihilismus verpackte die Band in eine Elektro-New-Wave-Raserei, die sich in „Fear In The Western World“ der Selbstzerstörung gefährlich nähert und mit der brüchigen Romantik von „Hiroshima Mon Amour“ futuristisch ausklingt. Co-Produzent Steve Lillywhite war – man hört es an manchem Störgeräusch – von diesem Wirbelsturm ebenso überfordert wie das Massenpublikum, und zwei Jahre später verkehrten sich Ultravox mit Midge Ure statt Foxx in ihr eigenes Gegenteil.

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