Uni-Städte-Ranking: Hier ist Wohnen am teuersten


Freust du dich auch schon aufs kommende Wintersemester? Dann hoffen wir, dass du schon ein WG-Zimmer gefunden hast und es auch bezahlen kannst.

Sich mit einem Studenteneinkommen auf Wohnungssuche zu begeben, kann nervenaufreibender als das Schreiben einer Bachelor-Arbeit sein. In einigen deutschen Städten muss man sich inzwischen auf horrende Preise für eine Abstellkammer einstellen. Im Osten des Landes dagegen ist der Wohnungsmarkt noch deutlich entspannter.

Das Moses-Mendelssohn-Institut (MMI) untersucht jährlich die Wohnungssituation in den 93 Hochschulstädten Deutschlands, in denen es mehr als 5000 Studenten gibt. Seit einigen Jahren ist vielerorts ein teurer wie nachvollziehbarer Trend bemerkbar: Die beliebtesten Uni-Städte sind inzwischen kaum mehr bezahlbar – schon gar nicht für BaföG-Empfänger, die mit einer Wohnkostenpauschale von 250 Euro auskommen müssen. Dass immer mehr junge Leute studieren, statt einen Ausbildungsberuf zu wählen, verschärft die Situation.

Ermittelt wurde der jeweilige Anspannungs-Index des studentischen Wohnungsmarktes, maximal 100 Punkte sind möglich. Nur einige der Kriterien: Kosten, Studierenden-Zahlen und Attraktivität für ausländische Studierende.

Wo es am schwierigsten ist, als Student bezahlbaren Wohnraum zu finden:

Platz 10: Konstanz

Schönes KONSCHTANZ: Hier müssen Studierende nicht nur tief in die Tasche greifen, auch das Wohnungsangebot ist deutlich spärlicher als in ostdeutschen Städten.

Platz 9: Berlin

Mit durchschnittlich 400 Euro für ein WG-Zimmer in Berlin liegt die Hauptstadt etwa 50 Euro über den Bundesdurchschnitt.

Platz 8: Darmstadt

Im Vergleich zu 2016 hat sich in Darmstadt nicht viel getan – noch immer steht die Stadt in den Top 10 der Uni-Städte mit dem angespanntesten Wohnungsmarkt.

Platz 7: Tübingen

In Tübingen suchen immer mehr Studierende und Anwärter nach einer bezahlbaren Bleibe – Studentenwohnheime können den Bedarf kaum noch decken.

Platz 6: Freiburg

Immer beliebter wird Freiburg – hier ist der Wohnungsmarkt aktuell angespannter als noch im Vorjahr.

Platz 5: Frankfurt am Main

Zwar ist es im Vergleich zu 2016 einfacher geworden, als Student an bezahlbaren Wohnraum zu kommen (der Score ist von 77,5 auf 70,5 gesunken), einfach ist dafür noch immer anders.

Platz 4: Köln

In Köln hat sich die Wohnungssituation für Studenten im Vergleich zum Vorjahr deutlich entspannt – der Score liegt inzwischen bei 71 und somit fünf Punkte unter dem von 2016.

Platz 3: Stuttgart

420 Euro für ein WG-Zimmer zahlen – in Stuttgart ganz normal. Im Hochschulstädte-Ranking landet Stuttgart auf Platz 3 der teuersten Orte.

Platz 2: Hamburg

Beliebt, schön, aber auch extrem teuer: Im Schnitt kostet ein WG-Zimmer hier ebenfalls 420 Euro, dafür sorgen andere Kriterien dafür, dass hier kaum noch eine bezahlbare Studentenwohnung zu finden ist.

Platz 1: München

Hier kostet ein WG-Zimmer durchschnittlich 570 Euro. Mit einem Anspannungsindex von 78 hat sich die Lage hier im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas entspannt – allein bezahlen können die meisten Studenten ihre Wohnung deshalb aber noch lange nicht.

Günstig wohnen als Student

Wem das alles zu teuer ist, sollte vielleicht mal Cottbus in Erwägung ziehen: Hier kostet das WG-Zimmer im Schnitt nur 208 Euro.

MMI
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