Voll ins Näpfchen

Wieder einmal zeigt die Liebe ihre Macht. Das hübsche Mädchen verlangt vom jungen Mann, er müsse abnehmen. Der Verliebte legt sich ins Zeug, hungert, stochert im Körnerbrei.

Doch bis zum Ende des Films wird nicht einmal der kleinste Erfolg sichtbar. Wie auch? Ist er doch einer der Fat Boys. Und was wären die schon ohne Fat?

Genau wie die Videos der Hap- !^ py-Rapper aus New York, baut ihr erster Film voll auf die Komik ihrer kolossalen Körper. Daß sich diese Komik im Verlaufe von selbst nur 82 Minuten erschöpfen könnte, war wohl auch dem Regisseur Michael Schultz klar. Schultz tut sich aber schwer, der abgedroschenen Story frische Aspekte abzugewinnen. Von einem erbgeilen Millionärsneffen (Anthony Geary) werden „Die Fat Boys als Chaotenteam“ angeheuert, um den todkranken Onkel (Ralph BelJamy) ins Jenseits zu pflegen. Natürlich kommt alles anders, und aus Tolpatschigkeit vereiteln die Drei mehrere Attentatsversuche im sonnigen Miami.

Welchen Wortwitz die deutsche Synchronisation erwarten läßt, mag die „Übersetzung“ der Namen der Fat Boys ahnen lassen. Aus Kool Rock Ski, The Human Beat Box und Prince Markie Dee wurden Roulade, Bulette und Rollmops.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.