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Highlight: 30 Jahre The Cures „DISINTEGRATION“: The Dark Side Of The Mood

Vor 30 Jahren: Das waren unsere 12 „Platten des Monats“ 1987

Das Jahr 2017 neigt sich langsam dem Ende zu. Das heißt, es wird Zeit Bestenlisten aufzustellen und zu vergleichen – hier entlang zu unserem Jahresrückblick 2017. Doch wie sah es eigentlich in der Vergangenheit aus? Welche waren unsere Platten des Monats vor 30 Jahren? Wir blicken zurück auf das Jahr 1987 und auf folgende zwölf ausgezeichnete Alben:

Januar 1987

The Kinks – THINK VISUAL

ME-Autor Michael Ruff schrieb: „’All my life I’ve been a working man / When I was at school they said that’s all you ever understand…‘ – der gute alte Ray Davies geht an seine Wurzeln zurück und singt über „Working At The Factory“. Seit gut 20 Jahren gibt es die Kinks und weder Drogen noch Selbstmitleid haben sie je gefährden können. Waren nun die letzten Kinks-LPs aufgrund des Vertrages mit der US-Firma Arista stark auf den amerikanischen Markt zugeschnitten, so kommen jetzt mit dem neuen Vertragspartner London Records – nomen est omen!“

Februar 1987

Bobby Womack – WOMAGIC

ME-Autor Michael Reinboth schrieb: „WOMAGIC sitzt tief, doch niemals unter der Gürtellinie. Etwas für die Beine hat er noch nie produziert; das wird man auf keinem seiner 21 Alben finden. Er singt seine eigenen tragikomischen Geschichten voll Wehmut und Reife. Für abgestumpfte Disco-Ohren ist seine Musik zu nuanciert, z.B. das getupfte „The Things We Do“ und „Ain’t Got To Love Nobody Else“, eine Coverversion des 1970 von den Masqueraders aufgenommenen Songs.“

März 1987

Hugh Masekela – TOMORROW

ME-Autor Teddy Hoersch schrieb: „Wie kaum ein anderer Musiker des Schwarzen Kontinents schafft Masekela die Gratwanderung zwischen Kommerzialität und Authentizität. Immer wieder schafft er eine Verbindung zwischen der beeindruckenden Naivität einfachster tribal chants und den hochtechnischen Möglichkeiten modernster Studios („Mayi Buye“), den Zusammenhang zwischen melodischer Eingängigkeit und perkussivem Reichtum, den Brückenschlag zwischen Kontinenten und Ohren. Wenn er, wie bei „Mayi Buye“ und „Ke Bale“, die Buschtrommel und den Computer zueinander führt, dann weiß man, warum Masekela einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker Afrikas ist.“

April 1987

Simply Red – MEN AND WOMEN

ME-Autor Klaus von Seckendorff schrieb: „Das zweite „einfache rote“ Album beweist vom ersten bis zum letzten Song Mick Hucknalls direkten Draht zum wahren Soul. MEN AND WOMEN knüpft mit Tanzbarem und Balladen unmittelbar an das ungemein erfolgreiche, erste Album PICTURE BOOK an.“

Mai 1987

Julian Dawson – AS REAL AS DISNEYLAND

ME-Autor Rolf Lenz schrieb: „AS REAL AS DISNEYLAND ist allerfeinste Popmusik, zwingend tanzbar oder spannend-verhalten – und absolut hitverdächtig, weil Dawsons Melodien unweigerlich zum Mitsingen verführen, ohne dass man sich dabei für die Texte schämen müsste. Der multi-talentierte Glatzkopf schreibt Fernsehkrimis in Songform („She Screams At Him In Silence“), malt sich den atomaren Knall aus („The Spark Of Human Kindness“), erlebt den Machtrausch eines Discjockeys („Cindy Dolls“) und pinkelt Kollegen ans Bein, die Urwaldrhythmen und exotische Volksmusik profitabel in Pop-Hits verwursten („Steal That Beat“, Malcolm McLaren gewidmet).“

Juni 1987

The Cure – KISS ME, KISS ME, KISS ME

ME-Autor Harald Inhülsen schrieb: „’Wir sind die Pink Floyd der 90er-Jahre‘, tönten The Cure vor drei Jahren noch vollmundig. hört man das neue Doppelalbum der britischen Querdenker, so gibt es selbst für den Nicht-Fan kaum Zweifel mehr: Die Band ist auf dem besten Wege zu einem Massenpublikum – und das sogar ohne den Pink Floyd’schen Wohlklang.“

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