World Leader Pretend

Die Musik: Ein amerikanischer Kritiker vermutete, daß die Band, wenn sie denn aus England kommen würde, gute Chancen hätte, einen gehörigen Hype zu generieren. Kein Wunder – World Leader Pretend lieben schön-schwelgerischen, Klavier-lastigen Coldplay-Pop und schreiben so düstere Progrock-Songs wie Muse, gelegentlich aber lassen sie auch zickigen NewWave auf verstörende Saxophone und beschwingte Latino-Rhythmen auf hymnische Gitarren treffen. Kurz: Sie haben Schmelz und Schmerz, Pathos und Pop, deren gemeinsamer Nenner die britische Popmusik der letzten zehn Jahre ist.

Die Künstler: Der gleichnamige R.E.M.-Song stand Pate für den Bandnamen, schließlich besitzt Sänger Keith Ferguson laut eigenen Angaben „alle Alben bis auf eins oder zwei“. In ihrer Heimatstadt New Orleans musikalische Außenseiter, von ihrem dortigen Label und einer treulosen Agentur fallengelassen und ihr Studio in einem leerstehenden Hotel von Tauben verwüstet, verschlug es die Band nach Harlem, wo sie das Album Punches aufnahm. Jetzt hofft man auf den Durchbruch.

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