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Xavier Naidoo: Weitere Diskussionen um das Konzert in Mönchengladbach

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Das Konzert des umstrittenen Musikers Xavier Naidoo im Mönchengladbacher Sparkassenpark sorgt weiterhin für Diskussionen. In einer digital und öffentlich zugänglichen Konferenz diskutierte der Corinna-Verein, einschließlich des 1. Vorsitzenden und Sparkassenparks-Geschäftsführers Michael Hilgers, mit Mitgliedern, Kulturschaffenden und Politiker*innen.

Der Vorsitzende stellte den aktuellen Sachverhalt um Xavier Naidoo dar. Er schilderte den seit 2018 bestehenden Vertrag mit dem Künstler und erinnerte an einige vergangene Konzerte des Musikers in der Stadt. Der Sparkassenpark-Geschäftsführer erzählte zudem von der immensen Schadensersatzsumme, die sie an Naidoo zahlen müssten, wenn sie den Vertrag brechen würden. Dennoch betonte er, dass er Xavier Naidoo zukünftig nicht mehr buchen würde.

Laut der „Westdeutschen Zeitung“ räumte der SPD-Politiker und Aufsichtsratschef der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG), Janann Safi, ebenfalls ein, dass ein Verbot durch die Stadt oder der städtischen EWMG keine Option wäre. Hilgers betonte, dass die Meinungsfreiheit vor allem seitens der Stadt auf eine solche Weise nicht unterbunden werden dürfe. Auch kritisierte er die negative Haltung des Oberbürgermeisters, der sich ebenfalls eine Absage wünschte.

Einige Mitglieder des Corinna-Vereins kommunizierten zudem ihre Sorge, dass der Zweck der Veranstaltung durch die Kontroversen in Vergessenheit gerät. Schließlich soll die Veranstaltung die Kulturszene zu unterstützen. Auch solle ihres Erachtens nach zwischen Corinna und Sparkassenpark unterschieden werden.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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