Erste Allgemeine Verunsicherung – Watumba

„Der erste Schrill zur Hilparade/ist der Rhythmus für die Wade.“ So reimen die inzwischen platinverwöhnten Superstars des klingenden Unsinns auf ihrer achten LP. Und egal, ob man’s mag oder nicht: Es führt kein noch so schmaler Weg an der Erkenntnis vorbei, daß die glorreichen Sieben aus Österreich Meister des Ulkfachs sind.

Die Pointen sitzen, die Reime gehen, wie auch immer, auf. Mit Blick auf die Auswahl ihrer Themen zeigt sich die EAV auch diesmal mutig. Was oberflächig nur für einen Brüller gut zu sein scheint, hat bei näherem Hinhören durchaus einen ernsten Hintergrund. Sei es der leidige Sextourismus („Jombo“), Kriegstreiberei („Neondertal“) oder Polizeiwillkür („Inspektor Tatü“). Und auch musikalisch haben die Alpenländler wieder einiges zu bieten: sie swingen, sie rappen, sie rocken — unernst und doch voll bei der Sache seit 1978. Anstatt der geplanten Live-Retrospektive legen Spitzer & Co. mit WATUMBA acht neue Titel sowie drei Bühnen-Schmankerl aus NEPPOMUKS RACHE vor. Selbstredend in gewohnter Qualität.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.