Der will nur spielen

Prince präsentiert bei seinem einzigen Deutschlandkonzert in der Berliner Waldbühne vor allem seine Hits der frühen Achtziger – die er souverän darbietet, aber nicht immer mit Leben füllen kann

Einst begannen seine Konzerte wie fantastische Reisen. Er kam in einem Cadillac auf die Bühne. Sogar in einer gläsernen Rakete aus dem Boden geschossen. Oder sang wenigstens solange hinter einem Vorhang, bis das Publikum durchdrehte. Heute, wie bei seinem Konzert in der Berliner Waldbühne, begnügt sich Prince mit einem bescheidenen Auftritt: Er läuft, gewandet bis zum Hals (Hälse lassen sich nur schwer liften) in einem weißen Ganzkörperkleid, wie ein dünnes Leiberl, einfach von hinten nach vorne auf die Bühne. Zum pastoralen Orgel-Intro startet Prince mit „Let’s Go Crazy“, „Delirious“ und „1999“ – jener Vom-Himmel-in-die-Hölle-und-zurück-Trilogie aus den frühen Achtzigern, wohl seiner explosivsten Zeit, als er noch in jedem Song herrlich mit Teufelchen und Engelchen diskutierte, ob sich ungezügelter Sex und Gottesfurcht miteinander vertragen.Lesen Sie den vollständigen Konzertbericht in der nächsten Ausgabe des MUSIKEXPRESS.

sn – 07.07.2010

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