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Phantom Ghost 4.5 Stars
Pardon My English

Relax, it’s only Phantom Ghost: Wie Dirk von Lowtzow und Thies Mynther auf ihrem fünften Album die Kunst des Kunstliedes perfektionieren.

Phantom Ghost - Pardon My English Foto: Dial/Kompakt Phantom Ghost - Pardon My English Dem stilistisch durchaus unterschiedlichem Gesamtwerk Dirk von Lowtzows (Gesang) und Thies Mynthers (Piano) als Phantom Ghost fügt Pardon My English eine weitere Facette hinzu. Und zwei weibliche Gäste. Der Gesang von Michaela Meise ist zweimal zu hören, und die Cellistin Boram Lie leistet einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu, den „Sound“ von Phantom Ghost in die Grauzone zwischen Pop und Kunst zu navigieren. Den maßgeblichen Anteil an der Kunstliedwerdung von Phantom Ghost allerdings trägt von Lowtzow selbst auf seinen schmalen Schultern. Er stellt hier fast perfekt den klassisch ausgebildeten Sänger dar, was seinem Dandy-/Landgrafen-Habitus den entsprechenden musikalischen Ausdruck verleiht. Das ist Scharlatanerie, das ist Schauspiel, das ist großartig. Was ist Pop anderes als Vorspiegelung falscher Tatsachen, Darstellung von Sehnsüchten und Selbstinszenierung der Künstler? In drei nummerierten Prä- und Interludien namens „Pardon My English“ tangiert Thies Mynther das Territorium der Zwölftonmusik. Die restlichen sieben Lieder bewegen sich irgendwo zwischen Franz Schubert, Cabaret und Tin-Pan-Alley. Und dein Englisch, Dirk, haben wir dir schon vor langer Zeit verziehen. Key Tracks: „In The Tittery“, „Pardon My English II“, „Universal Prostitution“

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