1.000 Lieblingsalben des Musikexpress: Herz-Platten, Folge 11

von

A Tribe Called Quest – The Low End Theory (1991)

Kurz bevor es im HipHop richtig böse wurde, stieß das New Yorker Trio schnell in die Lücke. Das brillant eingespielte Doppel Q-Tip und Phife Dawg ging mehr in die Tiefe als andere Rapper. Entscheidend war aber der Sound und da besonders der nicht enden wollende Groove des Kontrabasses. Die perfekte Vermählung von HipHop und Jazz.

Burial – Untrue (2007)

Das Album, mit dem Dubstep anders wurde. Burial nahm sich alle Freiheiten und fing beim Bass an, der sich anhört, als sei er unter Wasser aufgenommen worden. Verfremdete Gesänge und Keyboardflächen sorgen für einen Ambient-Effekt. So strahlt die Musik unglaubliche Wärme aus – trotz der Grabesstimmung, die der Name Burial suggeriert.

Isaac Hayes – Hot Buttered Soul (1969)

Ende der Sechziger hatte der klassische Motown-Sound seine Schuldigkeit getan. Wie überall machte sich auch im Soul Freigeistigkeit breit. Bei Hayes wurden die Tracks zu überlangen Jams mit trippig-psychedelischem Unterton und symphonischen Andeutungen. Über allem stand der Meister, der mit tiefer Stimme die Grenzen der Erotik neu auslotete.

The Sound – Jeopardy (1980)

Nicht die erste Band, an die man in Zusammenhang mit der Postpunk-Epoche denkt. Aber was für ein Debüt! Das Londoner Quartett spielte mit der Bereitschaft von Leuten, für die es um alles geht. Sänger Adrian Borland empörte sich lautstark gegen Raketenwahnsinn und andere Dinge, begleitet von einer großartig schäbigen Keller-Produktion.


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