10 Thesen zum Hörverhalten – These 2: Der Download stirbt ebenfalls

Wie hören wir in Zukunft Musik? Wird es noch Plattenläden geben? CDs? Vinyl-LPs? Wie kann es Bands gelingen, Geld zu verdienen? Und warum wird das Album zum Schmuckstück? Unsere Experten Alan McGee (Gründer des Labels Creation und 359 Music), Scott Cohen (Gründer des Musikvertriebs The Orchard), Andy Chen Chef des Streaming-Dienstes WIMP) und Tom Silverman (Gründer des Labels Tommy Boy) wagen einen Ausblick.

These 2: Auch der Download wird sterben

Es ist eine merkwürdige Idee, eine MP3-Datei besitzen zu wollen. „Wenn ich etwas besitze, dann will ich auch damit angeben“, stellt Alan McGee fest und fragt: „Was soll daher ein File auf meinem Laptop bringen?“

Sexy waren Downloads noch nie. In Zukunft werden sie zudem sinnlos sein: In der frühen Phase des Internets benötigte der Musikfan für den Zugriff auf Musikdateien einen privaten Speicherort. Er zog sich die Musik aus dem Netz in seine Mediathek, und wer früh damit angefangen hat, wird nie vergessen, wie lange die Downloads via Modem damals dauerten. Ein stundenlanges Warten. „Downloads versprachen zu Beginn des digitalen Zeitalters eine Art Ersatzbefriedigung: Man hatte das alte Gefühl, sich neue Musik ,geholt‘ zu haben – so wie man sich auch eine Platte im Shop holt“, sagt Scott Cohen, Mitgründer des digitalen Musikvertriebs The Orchard.

In Zukunft werden die Downloads jedoch deutlich an Bedeutung verlieren: Je schneller die Netze werden und je mehr Gegenstände online sind, desto weniger notwendig ist es, Musikdateien auf eigenen Geräten zu speichern.


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