21 Velvet Goldmine

1998, Regie: Todd Haynes

Dieser Film istGlamrock. Die Storys über die bis heute nicht letztgültig nachgewiesenen Facetten der Beziehung von David Bowie zu Iggy Pop (hier repräsentiert als Brian Slade bzw. Curt Wild) und die dazu parallel laufenden Kämpfe eines Glamrock-Fans (Christian Bale)mit seinem Coming-Out bilden nur die Basis für den Nachtflug in eine metaphorische Märchenwelt voller Verführung, Gefahr, Farbflash, Oscar-Wilde-Weisheiten und traumwandlerischer Albernheit. Die Filmbands Venus In Furs und Wylde Ratttz bestehen dazu aus u.a. Thom Yorke, Bernard Butler und Thurston Moore (während Meister Bowie keinen Originalsong beizusteuern gewillt war). Dieser Film IST Glamrock. Szenenapplaus: Die Neuerfindung des Brian Slade (Jonathan Rhys-Meyers). Nach einer ausgebuhten Performance als uninspirierter Hippiesänger besucht er ein Konzert von Curt Wild(Ewan McGregor),auf dem dieser todesmutig und splitternackt seine Bühne abbrennt. Slade ist elektrisiert/inspiriert.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.