24-7 Spyz: die Gumbo-Dumbos

Ganz schön harte Burschen sind sie, die Männer von 24-7 Spyz. Hart im Nehmen. Denn wo finden vier schwarze Musiker aus der New Yorker South Bronx noch eine Nische, wenn sie eben keinen Hip Hop spielen wollen, weil: „Wir kennen das alles. Uns kann kein verdammter Rapper mehr was erzählen.“ Sänger P. Fluid, Gitarrist Jimi Hazel, Basser Rick Skatore und Drummer Anthony Johnson hätten es auf ihrem Hardcore-Blackrock-Weg gar fast mit dem Rest des schwarzen New York verschissen: „Natürlich haben uns die eigenen Leute ziemlich heftig als Verräter beschimpft, weil wir immerzu in den Trash-Läden abhingen und dort vor überwiegend weißem Publikum auftraten.“

Genauso locker, wie sie Rassengrenzen überschreiten, funktioniert auch ihre Musik-Mischung aus aufgeregtem Mosh-Metal, wüstem Dschungel-Funk und verstreuten Roots-Reggae-Querverweisen. Sie beschwören die Love, Peace und Togetherness-Basis, unterstützt vom knallbunten Hippie-Cover ihrer aktuellen, zweiten LP GUMBO MILLENIUM. Dort, wo Lenny Kravitz verklärt die alten Zeiten aufleben läßt, steht 24-7 Spyz mit beiden Beinen im harten Leben anno 1990: „Wenn der havarierte Exxon-Tanker Valdez den Pazifik verseucht“, erklärt Jimi die Spyz-Philosophie, „geht das uns alle an, auch die Kids, die zu unserer Musik tanzen.“ Nachzuhören in dem Song „Valdez 27 Million.“

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