Logo Daheim Dabei Konzerte

Upcoming: Blues Pills

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Tage
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Spezial-Abo

50 Indie-Geheimtipps, Teil 1: 1969 – 1984

Gelangweilt von den immer gleichen Bestenlisten? Im Oktober-Heft 2010 haben wir die jeweils 50 besten, aber weitgehend unbekannten Alben aus den Genres Indie, Electro, Folk, Hip Hop und Avantgarde zusammenstellt. Das Indie-Genre macht den Anfang. Hier finden Sie die Texte zu den ersten zehn der 50 Geheimtipps, Teil zwei ist ebenfalls schon online.
Den vollständigen Artikel können sich Nutzer unseres Archivs natürlich jederzeit ansehen.

 

The Shaggs – Philosophy Of The World (1969)

„Besser als die Beatles“, jubelte Frank Zappa. Auch Kurt Cobain nannte dieses Chaos aus auf verstimmten Instrumenten gespielten Songs bar jeden Takts, von jeder Lehre abweichenden Gitarrenakkorden und kindlich aufrichtigen Texten als unschätzbaren Einfluss auf alternative Musik. Seit den nach einer damals angesagten Frisur benannten The Shaggs (drei, später vier Schwestern, deren Vater – darin einer Prophezeiung der Oma folgend, nach der die Mädels als Band zu Superstars werden würden – ihnen Instrumente in die Hände gedrückt hatte) musstest du nichts von Musik verstehen, um Musiker zu werden. Indie war geboren.

The Pop Group – Y (1979)

Die Band aus Bristol, vorschnell ins Ablagefach „geniale Dilletanten“ sortiert, musiziert nicht gegen Konventionen an. Sie ignoriert sie, denn ihre Musik soll ausdrücken, was selbst Punk und Postpunk nicht richtig ausdrücken konnten: Ekel, Angst, Schmerz. Thatcher: krank. Krieg: krank. Die Gesellschaft: krank. Wie hätten sie eine Platte machen können, für die Hoffnung besteht? Y ist ein dubbiges, dadaistisches, vor allem drastisches No-Wave-Manifest, das einem für Momente sogar die Orientierung raubt. Möglicherweise führt hier hindurch aber ein Weg zur Freiheit.

The Slits – Cut (1979)

Die Superstars der Nonstarszene, die Original Riot-Grrrls (trotz des DrummERs Budgie). Produzent Dennis Bovell, damals wichtige Figur der britischen Reggae- und Dubkultur, hatte zwar seine liebe Mühe, den ungestümen Sound der Londoner zu zähmen, doch das Ergebnis heiligte alle Mittel: Ein stark groovendes Meisterwerk, das die Engstirnigkeit des Punk aufhob und Reggae wachrüttelte – und mit „Typical Girls“ noch einen universellen Pophit abwarf. The Feelies Rhythms (1980) Oft wird diese Platte in der Wühlkiste mit Weezer verwechselt und schmunzelnd zurücksteckt. Ein Fehler! Dieser College-Rock vorwegnehmende New Wave darf sehr guten Gewissens eingepackt werden, ist man rockhistorisch am Ursprung etwa von R.E.M. interessiert. Trademark des Albums ist der direkte, klare Gitarrensound, den die Band erreichte, indem sie die Gitarrenspur direkt – ohne Umwege über Mikro oder Verstärker – ins Mischpult laufen ließ.



Sheet Music: Auf diesen Webseiten findet Ihr legale Notenblätter
Weiterlesen