71 Tote nach Brand: Aktivisten fordern Festnahmen im Stil von „Three Billboards“

Im Drama „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, das aktuell im Kino läuft und für diverse Oscars nominiert ist, stellt eine trauernde, wütende Mutter drei Werbeflächen auf. Ihre Tochter wurde vergewaltigt und getötet, die Polizei kommt in dem Fall nicht weiter. Deshalb fordert die Mutter die Polizei via Werbeplakat auf, sich auf die Arbeit zu konzentrieren – und löst damit Chaos und furchtbare Ereignisse in der Kleinstadt Ebbing aus.

Frances McDormand sucht in „Three Billboards“ nach Gerechtigkeit. Und richtet pures Chaos an.

Ein Happy-End gibt es durch die drei Werbeflächen in dem Film nicht, Aktivisten aus London nehmen die Idee mit den Werbeflächen dennoch als Vorbild und üben nun Druck auf die Stadt aus. Denn die Ursachen für den Hochhausbrand im Grenfell Tower, bei dem im Juni 2017 71 Menschen ums Leben kamen, sind immer noch nicht ausreichend aufgearbeitet. Der Brandschutz des Gebäudes war anscheinend mangelhaft, es wurde an den falschen Enden gespart – die Bewohner waren den Flammen hilflos ausgeliefert. Neben den 71 Todesopfern gab es noch 70 Verletzte.

Damit der Fall nicht in Vergessenheit gerät, haben Aktivisten der Gruppe „Justice for Grenfell“ nun die Plakate im Stil von „Three Billboards“ auf Trucks montiert und sie durch London fahren lassen. „71 DEAD“, „AND STILL NO ARRESTS?“ und  „HOW COME?“ steht in schwarzer Schrift auf den Werbeflächen, mit denen der Fall zurück in die Öffentlichkeit gebracht werden soll.

Fox

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