Born Ruffians

Für Fans von Vampire Weekend & Foals: komplexer Indierock aus Kanada

Es ist ein reichlich sonderbares (und in ME 4/08 ausführlich beleuchtetes) Phänomen, dass in diesen Monaten zahlreiche Alben erscheinen, die deutliche Afrobeat-Einflüsse erkennen lassen. Wer hat sich das von wem abgeschaut, wenn die meisten dieser Bands während der Aufnahmen, die in den meisten Fällen auch noch ungefähr gleichzeitig stattgefunden haben müssen, noch kaum bekannt waren? Ist das einfach „Zeitgeist“? „Alle Songs wurden geschrieben, bevor wir wussten, dass es Vampire Weekend gibt einige Songs auch, bevor es die Band überhaupt gab“, sagt Luke Lalonde. Der Sänger und Gitarrist lebt mit den anderen Bandmitgliedern Mitch Derosier (Bass) und Steven Hamelin (Drums) in einem Haus in Toronto, geübt wird im Keller. Und zwar – was bei der Komplexität der Musik nicht verwundert – ausgiebig: „Erst schreibe ich alle Vokalparts genau auf, dann werden Gesangs-Demos gemacht. Das wird alles genau durchdacht, bevor wir richtig aufnehmen. Bei uns wird nichts im Studio improvisiert.“Red, yellow & blue klingt allerdings keineswegs over-rehearsed-es ist anspruchsvoll und strahlt trotzdem Leichtigkeit aus. Bitte bald mehr davon. Born Ruffians red, yellow & blue (Warp Records/Rough Trade Dist.GmbH)

>» cd im me s. 50, albumkritik me 6/06

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