Nick Drake – Five Leaves Left

Der Titel bezieht sich auf den Hinweis in Zigarettenpapier-Päckchen: nur noch fünf Blätter übrig. Banal? Geradezu unheilverkündend, auch wenn man weder Nostradamus heißt noch ein Faible für Verschwörungstheorien hat. Im September 1969 erschien Nick Drakes epochales Debütalbum, das einzig in Van Morrisons ASTRAL WEEKS oder Townes van Zandts OHR MOTHER THE MOUNTAIN seinesgleichen hat, fünf Jahre später, am 25. November 1974, starb der hochsensible Künstler an einer Überdosis Antidepressiva. Dass aus seinem schmalen, gerade mal drei regulären Alben umfassenden Werk FIVE LEAVES LEFT herausragt, ist natürlich den zum Heulen schönen Songs geschuldet, die einem heute noch eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken jagen, aber auch den wunderfein austarierten Arrangements. Nick Drakes Stimme und sein Akustikgitarrenspiel werden, wo nötig, von Bass, Cello, Piano, Percussion und elektrischer Gitarre sacht ornamentiert, ohne dass der Magie dieser Liederiederiederieder ein Tort angetan würde. Ein wahres Wunder, nicht weniger.

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