Leuchtende Herzen

Der von Phil Spector produzierte Girlpop der Sechziger ist der deutlichste Bezugspunkt von Cults. Den inszeniert das allerdings eher hippiesk anmutende Filmstudenten-Duo aus New York derart unschuldig, dass man glauben könnte, ein Kinderchor hätte sich vor den Türen all der blassblütigen Blogosphären-Bewohner dort draußen eingefunden, um deren Herzen zum Leuchten zu bringen. Auch wenn der nie zu wehmütige Frühlingspop von Cults (das namenlose Debüt erscheint am 27. Mai) schlau zusammengesetzt ist aus Motown-Bässen, Glockenspiel, Fuzz-Gitarren, Loops und die eben so hinreißende Mädchenstimme von Madeline Follin, klingt er doch niemals schlau. Sondern süß.

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