Grenzgänger

Es herrscht Uneinigkeit. Jamie Woon: jetzt schon der neue James Blake oder nur ein schlechter Abklatsch des ohnehin nicht so tollen Craig David? In der Tat ist die Musik des 28-jährigen Absolventen der London School for Performing Arts & Technology oft haarscharf an der Grenze zur ertragbaren Hübschheit. Der Gesang erinnert in schlechten Momenten gar an Usher. Die sphärische Uh- und Ah-Chöre sind ziemlich dick aufgetragen. Aber wenn man all das akzeptieren kann, eröffnet sich auf Woons Debütalbum Mirrorwriting eine wunderbare Avantgarde-R’n’B-Welt. ME-Redakteure, die Woon im Berliner Berghain live sahen, zeigten sich nachhaltig begeistert. Reduzierte, aber variantenreiche und überraschende Instrumentierung, ein sanfter Schieber-Rhythmus und die Erkenntnis: Der meint das tatsächlich alles ernst. lew

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.