Jugendsünde

Platten, für die wir uns heute ein bisschen schämen. Diesmal mit John Farnham: Whispering Jack

Ich war 13, musiktechnisch noch ein Stück weniger cutting edge, als es 1986 auf dem Land hätte sein müssen, und zu haben für große Refrains mit hymnischem „woh-uh-ouh“-Getue. Ich stand auf „In The Army Now“ von Status Quo, dann kam John Farnham: „You’re The Voice“ – Riesenrefrain, „woh-uh-ouh“ satt, dazu noch ein Dudelsack! Ein Welthit, nicht nur bei mir daheim auf MC-Mitschnitten von Bayern 3. Dann im Ungarn-Urlaub mein erster aufregender Fund als Plattenkäufer: Eine Ostblock-Pressung von Whispering Jack für nur zehn Mark! Es folgten ausdauernde Mühen, mir den Rest der LP schönzuhören, die für den Moment ihr Ziel erreichten, sich aber als nicht nachhaltig erwiesen.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.