Spotify kauft schwedisches Start-Up Tunigo


Der Streaming-Service erweitert sein Angebot damit um einen der beliebtesten Music-Discovery-Dienste.

Die Idee des Music-Discovery-Service ist so alt wie die Idee der digitalen Musik selbst. Dienste wie Pandora, Last.fm oder Musicovery bieten die Möglichkeit sich im Wust von Abermilliarden Songs im Internet zurechtzufinden. Die Handhabung unterscheidet sich, das Konzept ist meist das gleiche: Sag mir, welche Musik zu hörst, dann sag ich dir, was dir noch gefällt. Auch der Streaming-Platzhirsch Spotify bietet Apps von Drittanbietern mit dieser Funktion an. Eine scheint es dem schwedischen Konzern besonders angetan zu haben: Wie nun bekannt wurde, will Spotify das Start-up Tunigo kaufen.

Das Unternehmen Tunigo ist kein unbekanntes. Seit Spotify im November 2011 Apps einführte, war Tunigo als Partner mit an Bord und immer wieder in der internen Bestenliste der beliebtesten Anwendungen vertreten – mit einer simplen Idee: Ein Team aus Musikexperten, die sich selbst jeweils liebevoll als „music concierge“ bezeichnen, bietet sortiert nach Genres oder Stimmungen Playlists, die dem eigenen Geschmack entsprechen sollen – egal ob Musik fürs Workout, britischer Rock der 70er oder die American-Hipster-Playlist. Tunigo will wissen, was uns gefällt. Hinzu kommen aktuelle News über Bands und Künstler.

Bisher ist der Service über die Spotify-interne App, eine Webseite und als iOS-App (für Android bisher nur als Beta-Version) verfügbar. Wie lange das so bleibt, nachdem die 20 Mitarbeiter von Tunigo ihre neuen Schreibtische bei Spotify besetzt haben, bleibt allerdings fraglich. Bisher ist nicht bekannt, welche Neuerungen die Übernahme mit sich bringt. Ebenfalls unbekannt: der Kaufpreis.