JUGENDSÜNDE

MURRAY HEAD

SAY IT AIN’T SO

1975

Muss ich im SWF3-„Pop Shop“ aufgeschnappt haben, der ein paar Jahre lang so etwas wie die Alleinaufk lärungskompetenz in Musikfragen besaß. Murray Heads Single „Say It Ain’t So, Joe“ und das Album SAY IT AIN’T SO erschienen 1975, wir hatten uns von T. Rex, Sweet und Slade (zu kindisch) und Prog Rock (zu erwachsen) verabschiedet, aber der Punkrock war noch nicht im Anmarsch. In dieses Vakuum fiel Murray Head mit seinem 1a-Musical-Falsett, Kitsch-Rock und lauter gefühligen Folksongs, die vor Pathos trieften. Ich wähnte mich im Besitz von äußerst anspruchsvoller Musik. Die Platte rotierte endlos auf meinem „Telefunken Liftomat“-Plattenspieler. Und nun ja, womöglich bin ich über Murray Head zum Folk gekommen.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.