Ägypten-Auftritt abgeblasen – weil er „antireligiös“ sei

Der offen schwule Sänger erhielt ein Auftrittsverbot von der Musikervereinigung "Egypt's Musician Union".

Elton John erhielt ein Auftrittsverbot für ein Privatkonzert am 18. Mai in Ägypten. Das berichtete die Jerusalem Post. Der 63-jährige, offen schwul lebende Sänger erhielt die Absage von der Musikervereinigung „Egypt’s Musician Union“ aufgrund seiner „antireligiösen Einstellung“. „Wie könnten wir einem Schwulen, der Religionen abschaffen will, der behauptet, dass der Prophet Eissa (Jesus) schwul war, und der Länder des Mittleren Ostens aufruft, Schwulen sexuelle Freiheit zu garantieren – das erlauben?“, sagt der Leiter der Union, Mounir al Wasimi, laut der dpa.Nach Al Wasimi sei seine Organisation als einzige autorisiert, Auftritte ausländischer Musiker in Ägypten zu genehmigen.Im Februar äusserte sich Elton John zur Lage Homosexueller im Mittleren Osten. Dort, so der Sänger, gebe es keine Toleranz für sie. „Wer versucht, als homosexuelle Frau im Mittleren Osten zu leben, der ist so gut wie tot“, sagte er dem U.S.-Magazin Parade. Weiterhin sagte John, Jesus sei ein „super-intelligenter schwuler Mann“ gewesen, der „menschliche Probleme“ verstanden habe.

sn – 04.05.2010

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