Prügelei in Sibirien – „Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts“ von Sylvester Stallone :: Kinostart: 20. Februar

Die vierte Folge der Geschichten um den amerikanischen Boxer Rocky (Sylvester Stallone), der konzentriert wie in einem Brühwürfel alle konservativen US-Tugenden verkörpert, hat jetzt zu einem logischen Endpunkt geführt. Nicht länger geht es ums Boxen, um Sport, der für Erfolg und Leistung steht, nein, diesmal geht es um den Streit der Systeme.

In „Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts“ tritt Rocky nicht nur gegen Drago (Dolph Lundgren), die russische Kampfmaschine an —- hier boxt das Land des Lichts gegen das „Reich des Bösen“ -— ganz wie Ronald Reagan es sich wünschte. Daß der Genfer Gipfel mit versöhnlicheren Tönen mitten ins Produktionsgeschehen platzte, konnte der arme Sylvester ja nicht ahnen. So hackt er unverdrossen in Sibirien Holz, der Pseudo-Naturbursche aus dem US-Slum, während sein Gegner mit hochtechnisierten Methoden zum unüberwindlichen russischen Monster gezüchtet wird.

Der Ausgang der Klischee-triefenden Schlacht wird vermutlich dennoch keinen Kinogänger überraschen: Rocky und Rambo lassen das Pentagon eigentlich überflüssig erscheinen —- politisches Nachdenken natürlich erst recht.

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