Van Morrison

Ein cleverer Schritt zurück nach vorn. Vans Neue vereinigt viel kompetenten Blues, das gelungene Remake eines eigenen Klassikers («Gloria*] und souveräne musikalische Partner (u.a. John Lee Hooker). TOO LONG IN EXILE stimmt also rundherum und paßt zudem auch noch blendend in unsere Zeil. Daß Morrisons Art, den Blues zu nehmen, dabei eher konservativ bleibt, kann kein Vorwurf sein. Eher schon, daß er in zwanglosen Exkursen wie .Close Enough For Jazz* allzu hochmütig auf die spontane Eingebung vertraut, die ihn dann aber doch ntcht immer pünktlich ereilt. Hohen Anspruch markiert der mürrische Barde ouch in den Texten (man höre nur das Poem .Before The World Was Made“ von William Butler Yeats}. Solides Handwerk also — ouch wenn die Geschichte des Blues nicht unbedingt ein neues Kapitel dozugewinnt.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.