Tears for Fears

TFF zum ersten Mal ohne Gründungsmitglied Curt Smith. Ein Umstand, der im Vorfeld keine Beunruhigung auslöste, da Smith im Studio zuletzt nicht als Aktivposten auffiel. Dennoch: Dieser Platte fehlt das gewisse Etwas. Vermißt Hauptautor Roland Orzabal seinen ehemaligen Partner vielleicht doch mehr, als er zugibt? Wie dem auch sei. ELEMENTAL markiert nach der hyperkomplexen Perfektion von SEEDS OF LOVE die Rückkehr zum Wesentlichen. Der Sound hat eine Abmagerungskur hinter sich, wodurch rockige Anteile mehr Raum gewinnen. Leider hat’s Orzabal mit der Diät zu gut gemeint. Denn als unerwünschter Nebeneffekt der Erholungsmaßnahme sind ihm auch die eigenwillig zwischen Kunst und Kommerz angelegten Melodien abhanden gekommen. Deshalb setzen lange vor dem abschließenden „Goodnight Song* heftige Ermüdungserscheinungen ein, unterbrochen nur von .Break It Down Again“, dem einzigen in Hitnähe vordringenden Song. Alles andere tastet nur ziellos umher, ohne auf den Punkt zu kommen, Fazit: In dieser Form muß man Teors For Fears keine Träne nachweinen.

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