Schindlers Liste

R: Steven Spielberg; D: Liam Neeson

Kein Mensch hätte ihm das zugetraut: Steven Spielberg ist erwachsen geworden. Ausgerechnet nach seinem kunterbunten Special Effect-Spektakel „Jurassic Park“ hat Spielberg den Roman „Schindlers Liste“ verfilmt. Ein Buch, das die Geschichte eines deutschen Nationalsozialisten erzählt, der sich während des zweiten Weltkriegs Juden als billige Arbeitskräfte hielt, sie aber schließlich vor dem Tod im KZ Auschwitz rettete. Ganz andere Regisseure als der Jude Spielberg hätten an dieser Geschichte scheitern können, doch der Kindskopf aus Hollywood hat es geschafft: Sein karger schwarz-weißer Film erzählt von den Grauen dieses Szenarios, ohne unbillige und spekulative Mittel einzusetzen. Nach dreieinhalb Stunden ist man nicht nur sprachlos, man hat auch etwas verstanden, was man nicht in Büchern nachlesen kann.

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