Rod Stewart :: Human

Der Sweet Little Rock n Roller ist (beinahe) keiner mehr. Unser Freund schwelgt nach seinem Wechsel zu Atlantic, dem R&B/Soul-Label schlechthin, auf Human fast ausschließlich in moderaten Tempi. Und natürlich ist die dafür zusammengetrommelte Musikerriege die in dieser Liga übliche: Slash, Mark Knopfler, die Bass-Koryphäe Pino Palladino etc. Was allein noch keine gute Platte macht. Aber hat man erst einmal den von unsäglich aufdringlichen Computerbeats verschandelten Titeltrack überstanden, ist die Tür weit aufgestoßen zu einem überaus stimmungsvollen Pop-Sammelsurium mit üppigen Chören,fetten Streichern und gelegentlichen Querverweisen auf den wohlbekannten Sixties-Motown-Sound („To Be With You“) und braven Pop-Reggae („If I Had You“). Es liegt nicht zuletzt auch an der Klasse der elf Songs, dass man dem Album jene Produzentenarmada, die dafür am Start war, nicht anmerkt. Und zum Finale legt Soul Brother Rod mit „I Can’t Deny It“ doch noch einen ordentlich rumpelnden Rausschmeisser hin, kleine Reminiszenz an seine good old days. Die Katze lässt halt doch das Mausen nicht. Gut zu wissen.

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