Blur :: 3862 Tage

Britpop-Bengel im Strudel des Popstar-Daseins - eine Biografie von der Quelle.

Keine Band wie jede andere. Kunstverliebte Collegeburschen mit Pop-Drall, beseelt vom unerschütterlichen Glauben, große britische Musik könne nicht nur in Liverpool, Manchester oder Glasgow,sondern auch im Moloch London entstehen. Erste Hits wie „She’s So High“ und „There’s No Way“ als Bestätigung. Der Wechsel hinüber ins britische Image. Kampf um die Britpop-Vorherrschaft mit Oasis. Sieg und Niederlage. Bandinterne Spannungen, Alkoholismus und Abschied vom britischen Image. Selbstreinigung mit Krachrock und „Song 2“. Diese und alle anderen wichtigen Stationen des englischen Quartetts bis zu den Aufnahmen zum letzten Album „13“ werden hier von einer Autorität des britischen Pop-Journalismus nacherzählt. Stuart Maconie (NME, Q, BBC) hat sich bei der Materialsammlung nicht auf Gossip und abgedruckte Interviews verlassen. Er recherchierte bis in den letzten Winkel, horchte sogar den alten Schulmusiklehrer von Sänger Damon Albarn und Gitarrist Graham Coxon aus. Fast ein Drittel der insgesamt 300 Seiten beschreibt en detail das frühe Stadium der Band und gestattet Einblicke ins Wesen der Musiker. Maconies Motivation? Über „die interessanteste britische Popband ihrer Generation“ zu schreiben und „den miesen Standard der bereits vorhandenen Literatur“ über Blur zu heben. Das ist perfekt gelungen.

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